Wenn Sonnenschutz zum Kraftwerk wird
Das Plusenergiehaus in Schlatt (Widnau) zeigt, wie Photovoltaik-Schiebeläden Architektur, Nachhaltigkeit und Stromproduktion vereinen.
Mit dem neuen Photovoltaik-Schiebeladen SolarSlide bringt Schenker Storen zusammen mit der Tochterunternehmung EHRET ein Produkt auf den Markt, das gleichzeitig ästhetischer Sonnenschutz und effiziente Energiequelle ist. Noch vor der offiziellen Markteinführung fand die innovative Lösung ihren ersten grossen Einsatz – im nachhaltigen Mehrfamilienhausensemble in Schlatt, einem Ortsteil der Gemeinde Widnau. Das Projekt beweist, wie vertikal integrierte Photovoltaik heute gestaltet, geplant und sinnvoll genutzt werden kann.
SolarSlide: Ästhetik, Energieeffizienz und Funktionalität in einem Bauteil
SolarSlide verbindet zwei Welten, die lange Zeit getrennt gedacht wurden: solare Stromproduktion und architektonisch hochwertige Fassadengestaltung. Die Module liefern bis zu 730 Watt Peak, erreichen Wirkungsgrade von bis zu 20 % und sind dank farbiger Glas-Glas-Module nahezu frei von sichtbaren Zellenstrukturen.
Neben Schwarz stehen sieben weitere Farben zur Verfügung – darunter Anthrazit, Grau, Terracotta oder Gold. Die Tönung beeinflusst den Wirkungsgrad kaum: Selbst dunkles Anthrazit verursacht lediglich rund 3 % Leistungsreduktion.
Die Photovoltaikmodule sind in zwei 4 mm starke ESG-Scheiben eingekapselt, UV-beständig und erfüllen alle baurechtlichen Vorgaben. Mit der steckerfertigen Variante SolarSlide Pro lässt sich jedes Modul inklusive Microwechselrichter direkt an ein 230-Volt-Netz anschliessen – ein Vorteil besonders für kleinere Anlagen oder Balkonkraftwerke.
Erster Grosseinsatz in der Schweiz: Das Plusenergiehaus in Schlatt
Das Büro Valley Architekten setzte SolarSlide erstmals grossflächig bei einem Holz-Mehrfamilienhaus mit 11 Wohneinheiten ein. Das Ziel: Ein Gebäude schaffen, das mehr Energie erzeugt, als es selbst verbraucht. Die Grundlage bildet das OPENLY Bausystem – ein kreislauffähiges Konzept, das Materialien sparsam einsetzt und auf nachwachsende Rohstoffe wie Holz und Hanfbeton setzt. Bauteile werden gesteckt oder geschraubt und können sortenrein getrennt sowie wiederverwendet werden.
Ein klassisches Metallfalzdach mit integrierter PV-Anlage, gekoppelt an ein intelligentes Energiemanagementsystem, liefert bereits einen grossen Teil des Eigenstroms. Doch für die angestrebte Minergie-Zertifizierung reichte die Dachfläche allein nicht aus. Mit 167.9 m² PV-Dachfläche und einer Leistung von 31 kWp lag das Projekt knapp unter den Anforderungen. Zusätzliche PV-Elemente an der Fassade kamen aus ästhetischen Gründen nicht infrage.
Die Lösung: SolarSlide Schiebeläden an der Südfassade.
24.5 % mehr Solarleistung dank SolarSlide
In Schlatt werden 21 SolarSlide-Elemente mit jeweils rund 3 m² Modulfläche installiert. Jedes liefert rund 500 Wp.
Das Ergebnis:
• Leistungssteigerung von 31 kWp auf rund 41 kWp
• Gesamtertrag: ca. 38.500 kWh/Jahr
• Optisch perfekt in die Holzarchitektur integrierbar
Die in Schlatt eingesetzten Module besitzen eine Flügelbreite von 1130 mm und eine Höhe von 2425 mm. Ob anthrazit oder grau – der Wirkungsgradverlust bleibt minimal (max. 6 %).
Gauthier Jonville, Valley Architekten
Fazit: SolarSlide eröffnet eine neue Generation der Gebäudeintegration
Das Projekt in Schlatt zeigt, wie moderne Bauweisen, erneuerbare Energien und anspruchsvolle Architektur harmonieren können. SolarSlide beweist, dass Sonnenschutz und Photovoltaik kein Widerspruch sind – sondern gemeinsam ein Gebäude zum Plusenergiehaus machen können.
Mit seiner Effizienz, Flexibilität und ästhetischen Wirkung markiert SolarSlide einen neuen Standard für die gebäudeintegrierte Photovoltaik in Europa.
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